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Anleitung für Drucker

Vom angenommenen Auftrag bis zur Auszahlung: Was du wann tun musst, und wie der Kunde zufrieden ist, bevor das Paket überhaupt unterwegs ist.

Als Drucker bewerben

Mit einem normalen Konto öffnest du das Drucker-Dashboard und füllst „Als Drucker bewerben“ aus. Das ist eine Bewerbung, noch keine Verpflichtung. Wir prüfen sie und melden uns per E-Mail, meist innert 1–2 Tagen. Nach der Freigabe richtest du im Drucker-Dashboard Karte und Auszahlungskonto ein. Erst wenn beides aktiv ist, siehst du Aufträge und kannst sie annehmen. Ein bei Stripe nur angefangenes Auszahlungskonto reicht nicht – fülle das Stripe-Formular bis zum Ende aus.

Dein Profil kannst du später unter „Profil bearbeiten“ jederzeit anpassen, z. B. wenn du eine neue Düse oder ein neues Material hast.

Der Ablauf in sechs Schritten

  1. Auftrag annehmen unter „Verfügbare Aufträge“. Du siehst nur Aufträge, die zu deinem Material, Druckbett und Lager passen. In den ersten 3 Tagen kannst du einen Auftrag kostenlos zurückgeben.
  2. Drucken und Fotos hochladen innert 5 Tagen nach der Annahme.
  3. Der Kunde prüft die Fotos (bis 3 Tage). Lehnt er ab, druckst du nach und lädst neue Fotos hoch.
  4. Verpacken und bei der Post aufgeben: Nach der Freigabe steht unter „Meine Aufträge“ die Lieferadresse mit Versandart und Porto. Etikett und Porto kaufst du bei der Post.
  5. Versenden und Sendungsnummer eintragen innert 3 Tagen nach der Freigabe; die Sendungsnummer möglichst innert 48 Stunden, sonst wird der Karten-Hold abgebucht.
  6. Auszahlung: sobald der Kunde den Erhalt bestätigt, spätestens 14 Tage nach dem Versand. Du bekommst den Druckerpreis plus das Porto zurück.

Einen Tag vor jeder Frist erinnern wir dich per E-Mail. Verpasst du eine Frist, geht der Auftrag an einen anderen Drucker und du erhältst einen Strike; nach 3 Strikes wird dein Konto gesperrt.

Was bestellt wurde – und was du frei wählst

Auf jeder Auftragskarte stehen Material, Farbe, Menge und die Druckeinstellungen. Diese sind verbindlich, weil der Kunde genau dafür bezahlt hat:

ProfilFüllungWändeGedacht für
Schnell10 %2Deko, schnelle Prototypen
Prototyp15 %2günstig testen
Standard20 %3Alltag
Stabil40 %4Funktionsteile, Belastung
Vollmassiv100 %5maximale Festigkeit
Egaldu wählst, so dass das Teil gut wirdKunde überlässt es dir
Erweitertwie auf der Karte angegebenvom Kunden selbst gewählt

Bei 3MF-Dateien gelten die Einstellungen aus der Datei. Bei der Farbe „egal“ wählst du frei aus deinem Lager. Schichthöhe, Ausrichtung, Stützstrukturen und Geschwindigkeit wählst du selbst – Hauptsache, das Teil sieht aus und hält wie bestellt. Bei Bestellungen mit mehreren Modellen steht jedes Modell mit seinen eigenen Einstellungen auf der Karte; alle kommen in dieselbe Sendung.

Die Datei des Kunden

Die 3D-Datei gehört dem Kunden. Du darfst sie nur für diesen Auftrag verwenden: slicen, drucken und, wenn nötig, einen Probedruck machen. Weitergeben, veröffentlichen, verkaufen oder nochmals für dich drucken ist verboten (AGB Ziffer 5.2 und 9).

Nach dem Auftrag löschen: Lösche die Datei und alles, was du daraus gemacht hast (G-Code, Slicer-Projekt), sobald der Auftrag abgeschlossen ist. Nach dem Versand kannst du die Datei bei MakeaPrint.ch nicht mehr herunterladen, ausser der Support ordnet einen Neudruck an.

Tipps für einen sauberen Druck

Mehr Grundlagen zu Filament, Druckbett, Kaltzug und Sicherheit: 3D-Druck-Tipps für Einsteiger.

Welche Düse wofür

DüseGut fürWorauf achten
0.2 mmsehr feine Details, kleine Schrift, Miniaturendruckt langsam, verstopft leichter
0.4 mmfast alles, Standardvon dieser Düse gehen die Profile aus
0.6 mmgrössere und stabile Teile, schnellerSchichten sichtbarer, feine Details gehen verloren
0.8 mm und mehrgrosse Funktionsteile, Halterungennicht für Sichtteile mit Details

Nimm im Zweifel die 0.4-mm-Düse. Eine grössere Düse ist in Ordnung, wenn das Teil gleich gut aussieht und hält. Die Zahl der Wände aus dem Profil gilt bei jeder Düse. Für Carbon-Filamente brauchst du eine gehärtete Düse.

Richtwerte pro Material

Ausgangspunkt, keine Vorgabe – die Angaben des Filament-Herstellers gehen vor. Filament, Düsen und Ersatzteile bekommst du z. B. im Bambu Lab Store (Empfehlungslink: Kaufst du darüber, erhält MakeaPrint.ch dafür Geld).

MaterialDüseBettWorauf achten
PLA190–220 °C50–60 °CLüfter voll, einfach zu drucken
PETG230–250 °C70–85 °Cneigt zu Fäden: Retraction einstellen, Lüfter mässig
ABS230–260 °C95–110 °Cgeschlossener Bauraum gegen Verzug, gut lüften
ASA240–260 °C90–110 °Cwie ABS, dafür UV-beständig
TPU210–230 °C30–60 °Clangsam drucken (etwa 15–30 mm/s), am besten mit Direktextruder
Carbon PLA / Carbon PETGwie PLA / PETGwie PLA / PETGgehärtete Düse (z. B. Stahl), Messingdüsen verschleissen schnell

Gute Fotos machen

Der Kunde entscheidet anhand deiner Fotos, ob das Teil verschickt wird. Gute Fotos sparen Rückfragen und Ablehnungen.

Sicher verpacken

Frankieren und versenden

Von MakeaPrint.ch bekommst du kein Etikett, nur die Lieferadresse. Etikett und Porto kaufst du selbst bei der Post. Das Porto bekommst du mit der Auszahlung vollständig zurück – du legst es nur kurz vor.

  1. Unter „Meine Aufträge“ steht ab der Foto-Freigabe der Kasten „Versand an“: Name und Adresse des Kunden, die Versandart, das Porto und die Bestellnummer. Mit „Adresse kopieren“ hast du die Adresse in der Zwischenablage.
  2. Adresse auf das Paket schreiben (oder bei der Post angeben), dazu deinen Absender und „MakeaPrint.ch #Bestellnummer“, damit der Kunde weiss, woher das Paket kommt.
  3. Bei der Post aufgeben und bezahlen: Am Schalter die Versandart aus dem Kasten verlangen – Grossbrief A-Post Plus oder Päckli; steht „eingeschrieben“ dabei, als Einschreiben. Die Post klebt ihr Etikett mit Sendungsnummer drauf. Du kannst das Etikett auch online bei der Post kaufen und ausdrucken.
  4. Quittung mit der Sendungsnummer aufbewahren, bis der Kunde den Erhalt bestätigt hat.
  5. Die Sendungsnummer unter „Sendungsnummer eintragen“ erfassen, z. B. 99.00.123456.12345678 – möglichst noch am selben Tag, spätestens innert 48 Stunden. Danach wird der Karten-Hold freigegeben und der Kunde informiert.

Die Adresse siehst du nur bis zum Versand; danach verschwindet sie aus deinem Dashboard (Datenschutz des Kunden). Das Porto im Kasten ist genau der Betrag, den der Kunde für den Versand bezahlt hat – nimm deshalb diese Versandart, nicht eine teurere.

Wenn etwas schiefgeht

Kurze Checkliste vor dem Versand

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